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18 Oktober 1997

An die
Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (CSCE)
Herrn Senator Alfonse D'Amato, Vorsitzender,
Herrn Abgeordneten Christopher H. Smith, Mitvorsitzender,
und alle Kommissionsmitglieder
Ford House Office Building, Room 234
Washington, D.C. 20515

Betr.: Religiöse Intoleranz in Europa: die Scientology Connection

Wie ich erfahren habe, hält die Kommission für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
Anhörungen zu diesem Thema ab, und ich möchte mit einigen meiner Erfahrungen,
Kenntnisse und Meinungen zu Ihrer Diskussion beitragen.

Wie ich weiß, haben einige prominente Personen, die der Scientology angehören, und
möglicherweise einige Apologeten der Organisation mit der Kommission gesprochen. Auch
habe ich erfahren, dass die Behauptung der Scientology, sie sei in Europa, insbesondere
in Deutschland, religiöser Verfolgung ausgesetzt, der Grund für das Erscheinen dieser
prominenten Personen bei der Anhörung ist und auch einer der Grü nde für die Anhörung
selbst.

Meiner Ansicht nach ist die Verfolgung von Mitgliedern, ehemaligen Mitgliedern und
Kritikern durch die Scientology selbst die Ursache für die Mehrzahl der Probleme, die
Scientology in Europa hat. Ich glaube, dass Scientology dadurch, dass sie hinter dem
Schutzschild der Religion ihre Diffamierungen und Verfolgungen betreibt, für rechtmäßige
nicht diffamierende Religionen eine wirkliche Freiheitsbedrohung darstellt. Ich glaube, dass
die Vereinigten Staaten sich von den Opfern der Diffamierungen und der Verfolgungen
durch Scientology abgewandt haben, gerade von den Personen, die durch das ver-
fassungsmäßige Recht auf Religionsfreiheit geschützt werden sollten. Und schließlich
glaube ich, dass die Vereinigten Staaten gar nicht berechtigt sind, ü ber religiöse
Verfolgungen in anderen Ländern zu predigen, solange es ihnen an der Bereitschaft fehlt,
die relgiöse Verfolgung im eigenen Land zu untersuchen und durch entsprechende
Maßnahmen einzuschränken.

Ich möchte diese Kommission dringend bitten, die Vereinigten Staaten aufzufordern, die
Initiative zur Beseitigung religiöser Verfolgung zu ergreifen, indem sie die religiöse
Verfolgung innerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen und exportiert durch ihre eigenen
Organisationen untersucht und sich damit auseinander setzt.

Ich schreibe Ihnen aus Kanada. Ich musste die USA, wo ich seit 1975 wohnhaft war,
dieses Jahr verlassen, da ich in Ihrem Land zum Ziel religiöser Verfolgung durch die
Scientology-Organisation geworden bin. Diese Verfolgung, die sich der Macht und Autorität
des US-amerikanischen Rechtssystems bedient, führte zu einem Gerichtsbeschluss, der
es mir unter Androhung einer Gefängnis- und Geldstrafe untersagt, die Scientology oder
Scientologen zu erwähnen oder meine Erfahrungen mit der Scientology zu erörtern.

Ich bin der Ansicht, dass dieser Gerichtsbeschluss illegal ist und von Scientology mit
illegalen Mitteln erwirkt wurde. Durch ihn werden mir unzulä ssigerweise meine
Redefreiheit, Religionsfreiheit, Vereinsfreiheit sowie ein ordnungsgemä ßes Verfahren
verweigert. Er hat in der Tat eine Form von rechtlicher und psychologischer Sklaverei zur
Folge. Ich bin jetzt in Kanada, wo es mir frei steht, Scientology und meine Erfahrungen zu
erörtern, und wo ich meine religiösen Überlegungen hinsichtlich dieser "Religion" frei
äußern kann.

Die Scientology-Organisation ist bekannt für ihre Politik, " das Gesetz für Schikanierungen
auszunutzen". Sie gibt jedes Jahr viele Millionen Dollar für Anwälte und Privatdetektive
aus, um Personen zu belästigen, die sie als "feindliche" Ziele bezeichnet. Sie überschüttet
die Personen,auf die sie es abgesehen hat, mit aggressiven Rechtsstreitigkeiten, ruiniert
sie in finanzieller Hinsicht und überzieht sie mit Machenschaften und Drohungen, die
außerhalb der Legalität stehen. Nur wenige Menschen verfü gen über die finanziellen Mittel,
die Kraft und den Mut, gegen diese Organisation und ihre antisozialen Taktiken
anzugehen. Sogar die Regierung der USA, die militärischer Aggression durch
ausländische Tyrannenstaaten die Stirn bietet, hat der " religiösen" Aggression durch diese
Scientology-"Kirche" mit Sitz in den USA nachgegeben.

Ich gehörte der Scientology von 1969 bis 1981 an; die Mehrzahl dieser Jahre verbrachte
ich mit ihrem Begründer L. Ron Hubbard in der Seeorganisation (Sea Org), Scientology's
pseudo-militärischem "Elitecorps". Ich war mit Hubbard auf der "Apollo" der Sea Org,
wohin ich unter anderem als Rechts- und Nachrichtenoffizier des Schiffs abkommandiert
worden war. Hubbard baute seinen Geheimdienst nach dem System des Nazi-
Spionagemeisters Reinhard Gehlen auf. Scientology operiert als globale Geheimdienst-
organisation, sammelt offene und verdeckte Informationen über Einzelne, andere
Organisationen und Regierungen und führt verdeckte Operationen gegen ihre "Feinde"
durch.

Während meiner Jahre bei der Sea Org wurde ich zweimal von Hubbard persönlich der
Rehabilitation Project Force (RPF) der Scientology zugewiesen, zunä chst in Florida,dann
in Kalifornien, und zwar für insgesamt 25 Monate. Die RPF ist ein Straflager, das von
Hubbard zur Bestrafung derjenigen eingerichtet wurde, die seiner Ansicht nach nicht
seinen Befehlen folgten oder die ihm einfach nicht gefielen. Die Zuweisungen erfolgten
willkürlich, für etwas so Geringfügiges wie eine Bewegung des Zeigers auf dem E-Meter,
dem Psycho-Elektrometer, das von Scientology aus "juristischen" Gründen als "religiöses
Gerät" bezeichnet wird, das jedoch in Wirklichkeit ein Lü gendetektor ist. Das erste Mal
wurde ich von Hubbard wegen "Insubordination" zugewiesen, und das zweite Mal, weil er
meinte, ich würde "Witze machen". Während meiner Strafe war ich lange Zeit der "Bosun",
d.h. das höchste RPF-Mitglied und als solches für die Gruppe verantwortlich. Ich wurde mit
den Politiken und Praktiken der RPF sehr genau vertraut.

Die RPF ist, und das ist auch beabsichtigt, eine entwürdigende Erfahrung, die dazu dient,
den Willen der zugewiesenen Person zu brechen. RPF-Mitglieder wurden isoliert, sie
verrichteten körperlich anstrengende oder niedrige Tätigkeiten für geringe oder gar keine
Bezahlung, sie waren gezwungen, überall hin zu laufen und aßen das, was übrig blieb,
wenn die normalen Scientology-Mitglieder mit dem Essen fertig waren. Telefonate der
RPF-Mitglieder mit ihre Familien waren nur mit einer besonderen Genehmigung möglich
und sie wurden abgehört. Jegliche Post der RPF-Mitglieder,wurde zuerst vom

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Sicherheitspersonal gelesen. Jeder, der die Bestrafung in Form einer RPF- Zuweisung
leicht nahm, wurde der "RPF der RPF" zugewiesen, eine noch entwürdigendere Erfahrung.
Die zugewiesenen Personen durften nicht fortgehen und jeder, der fortgehen wollte, wurde
bewacht und festgehalten, bis er u.a. eine Liste aller seiner " Verbrechen", die aus den
Akten seiner Persönlichkeitsanalyse herausgesucht worden waren, unterschrieben hatte.

Die Persönlichkeitsanalyse, das "Auditing", ist Scientology's psychotherapeutisches
Verfahren, das angeblich die Fähigkeiten und das Bewusstsein steigert. Die Aussagen, die
jemand während der Analyse macht, werden von einem " Auditor" aufgezeichnet. Diese
Aussagen, die die geheimsten Gedanken der Person einschließen, peinliche Vorfälle aus
ihrer Vergangenheit, ihre sexuelle Entwicklung, Handlungen, die mö glicherweise
strafrechtlich verfolgt werden könnten, usw. stehen dem Geheimdienstpersonal und den
Führern der Organisation für nichttherapeutische Zwecke wie z.B. die Beherrschung der
Person, nachrichtendienstliche Operationen oder Erpressung zur Verfü gung und sie
werden von ihnen auch so genutzt. Der Öffentlichkeit gegenüber behauptet Scientology,
die beim Auditing gemachten Angaben seien vertraulich. Dies ist nicht der Fall.

In meiner letzten Position innerhalb der Scientology hatte ich u.a. die Aufgabe, ein Archiv
aus Hubbards persönlichen Papieren zusammenzustellen und den nicht der Scientology
angehörenden Autor Omar Garrison, der sich vertraglich zur Abfassung von Hubbards
Biographie verpflichtet hatte, bei seinen Nachforschungen zu unterstü tzen. Im Zuge meiner
Nachforschungen entdeckte und dokumentierte ich überall Betrug in Bezug auf die
Angaben, die Hubbard und die Scientology über seine Vergangenheit gemacht hatten,
über Zeugnisse, Leistungen, Absichten und die Ansprüche und Effektivität seiner
psychotherapeutischen "mentalen Technologie". Ich versuchte, die Führer der Scientology
dazu zu bringen, den Betrug zu korrigieren mit der Folge, dass ich zu einer
"Sicherheitsüberprüfung" befohlen wurde, einer Befragung unter Verwendung des E-
Meters.

Ich erkannte, dass das Vertrauen, das ich Hubbard und der Scientology entgegengebracht
hatte, von Anfang an missbraucht worden war, dass die Führer der Organisation üble
Absichten hatten und dass der Betrug, den ich zu korrigieren versuchte, fortgesetzt würde.
Zu unserem Glück konnten meine Frau und ich der Organisation entfliehen, denn wenn wir
unsere Absicht zum Verlassen der Organisation mitgeteilt hätten, hä tte man uns
voneinander getrennt und eingesperrt. Ich habe viele im Haus eingesperrte, bewachte
Menschen gesehen und ich war selbst eingesperrt gewesen und ü berwacht worden.

Kurze Zeit nachdem ich gegangen war, veröffentlichte die Scientology " Suppressive
Person Declares
" über mich, indem sie mich fä lschlicherweise beschuldigte, Straftaten und
schwere Vergehen begangen zu haben einschließlich der Verbreitung falscher
Informationen über Hubbard und die Scientology. Wenn die Organisation jemanden zur
"suppressive person" oder "SP" erklärt, setzt sie ihn ihrer berüchtigten und gerichtlich
missbilligten "Fair Game Doctrine" aus, die einen zum " Freiwild" erklärt und die besagt,
"dass SPs ihres Eigentums beraubt werden dürfen, dass ihnen jeder Scientologe auf jede
Art und Weise schaden darf ...sie betrügen, gegen sie klagen oder sie belügen und
zerstören". Von der Scientology zu einer solchen Person erklärt zu werden, kann eine
furchtbare Erfahrung sein.

In den ersten paar Monaten nachdem ich die Organisation verlassen hatte, erfuhr ich von
einer Geheimdienstoperation, die gegen mich geführt wurde, und ich wurde überwacht.
Scientology-Personal stahl außerdem Fotografien aus meinem Besitz. Da ich wusste, dass
das Leben meiner Frau wie auch mein eigenes Leben in Gefahr waren, bekam ich von

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Garrison mit seiner Erlaubnis gewisse Papiere, von denen ich glaubte, sie zu unserer
Verteidigung zu benötigen. Ich schickte diese Papiere an Rechtsanwä lte, die mich
vertreten wollten, einer von ihnen war Michael Flynn, damals der prominenteste
gegnerische Anwalt der Scientology.

Seit ich die Organisation verlassen hatte und bis zum heutigen Tag bin ich Zielscheibe der
"Fair Game"-Doktrin. Zu den Maßnahmen, die von Agenten der Scientology in
Übereinstimmung mit dieser grundlegenden Scientology-Politik gegen mich ergriffen
wurden, zählen folgende:
- es wurden fünf Prozesse gegen mich angestrengt;
- meine Frau und ich wurden verfolgt, überwacht und belästigt;
- wir wurden durchs Fenster bespitzelt, was zu Bestürzung unter unseren Nachbarn
führte;
- man versuchte, uns in einen "Unfall" auf der Schnellstraße zu verwickeln;
- ich wurde angegriffen;
- ich wurde von einem Auto angefahren;
- man drohte mir eine Kugel in den Kopf zu jagen;
- mehr als zwölfmal wurde versucht, mich mit falschen strafrechtlichen
Beschuldigungen gerichtlich verfolgen zu lassen, auch durch das FBI;
- ein Manuskript und grafische Arbeiten wurden aus meinem Wage gestohlen;
- in verschiedenen Prozessen wurden mit Meineid beschworene Aussagen gegen
mich vorgebracht;
- aus den angeblich vertraulichen Unterlagen meiner Persö nlichkeitsanalyse
(auditing) wurden Informationen herausgezogen und verbreitet;
- es wurden widerrechtlich Videoaufnahmen von mir gemacht;
- es wurde versucht, mich zur Ausübung eines Verbrechens zu verleiten;
- ich wurde mehrfach bedroht, falls ich über meine Kenntnisse bezü glich Scientology
aussagen wurde;
- meine Freunde wurden bedroht;
- ich wurde einer massiven internationalen "schwarzen Propagandakampagne"
ausgesetzt.

Schwarze Propaganda oder "black PR" ist Hubbards Bezeichnung für die Politik and Praxis
der Scientology, die darauf abzielt, den Ruf und die Glaubwürdigkeit oder das öffentliche
Ansehen einer Zielperson zu zerstören, indem Lügen über sie fabriziert und verbreitet
werden. Im Laufe der Jahre hat Scientology einen ganzen Haufen schwarzer Propaganda
über mich veröffentlicht und verbreitet, indem sie mich fä lschlicherweise wegen
Perversitäten und Verbrechen anklagte, darunter auch Verbrechen gegen die
Menschlichkeit, in dem ständigen Bemühen, Rufmord an mir zu begehen.

Die erste Klage, die Scientology gegen mich einreichte, wurde 1984 in Los Angeles vor
dem obersten Gericht des Bundesstaates durch Richter Paul G. Breckenridge Jr.
verhandelt und zu meinen Gunsten entschieden. Richter Breckenridge erklärte:

"Die, Organisation verletzt und missbraucht nicht nur die Grundrechte ihrer eigenen
Mitglieder, sondern sie hat darüber hinaus über Jahre hinweg mit ihrer "Fair Game"-
Doktrin die Personen schikaniert und beleidigt, die nicht der Kirche angehören und
die sie als Feinde betrachtet. Die Organisation ist offensichtlich schizophren und
paranoid, und diese bizarre Kombination scheint das Spiegelbild ihres Grü nders
LRH(ubbard) zu sein. Die Beweismittel schildern einen Mann, der im Grunde ein
krankhafter Lügner ist soweit es seine Vorgeschichte, seinen Werdegang und seine
Leistungen betrifft. Die als Beweismittel vorliegenden Schriften und Papiere zeigen

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außerdem seinen Egoismus, seine Habgier, seinen Geiz, seine Machtgier und
Rachsucht sowie seine Aggressivität gegenüber Menschen, die von ihm als illoyal
oder feindlich betrachtet werden."

Richter Breckenridge verurteilte auch den durch Scientology betriebenen Missbrauch der
Auditierungs- oder Psychotherapieakten ihrer Mitglieder:

"Angeblich vertrauliche "psychotherapeutische Mappen oder Akten" zu
durchsuchen, um an Informationen zur Einschüchterung bzw. Belä stigung zu
gelangen, ist widerlich und abscheulich." (LASC No. C 420153)

Die Entscheidung wurde bei der Berufung bestätigt, Scientology gegen Armstrong (1991),
232 Cal.App.3d 1060, 283 Cal.Rptr. 917.

Auch mein Rechtsanwalt Michael Flynn war "Fair Game"-Angriffen durch Scientology
ausgesetzt; so drang man z.B. in sein Büro ein, bedrohte seine Familie, bezahlte bekannte
Kriminelle für Falschaussagen gegen ihn, man verklagte ihn und sein Büro etwa
fünfzehnmal, erhob falsche Anschuldigungen wegen der Fälschung eines 2.000.000 $
Schecks gegen ihn und machte ihn zum Ziel einer internationalen schwarzen
Propagandakampagne. (s. z.B. USA gegen Kattar, 840 F.2d. 118). Flynn versuchte
verzweifelt, ein Ende der Attacken und Drohungen zu erreichen and setzte schließlich
aufgrund dieser Verzweiflung seine moralischen Verpflichtungen gegenü ber seinen
Klienten aufs Spiel.

Im Dezember 1986 trafen Scientology und Flynn eine Vereinbarung, um die Forderungen
seiner etwa 20 Klienten gegen die Organisation und Flynns eigenen Rechtsstreit um
Schadensersatz für die Jahre als "Freiwild" zu regeln. Ich sollte mich über meine
Gegenklage für die Jahre des Missbrauchs innerhalb der Scientology und die Jahre als
"Fair Game" nach meinem Verlassen der Scientology einigen. Scientology und Flynn
stellten mich als Störer ihres Deals hin, wobei sie mir nur die " Vergleichsvereinbarung"
zeigten, die ich nach meiner Ankunft in Los Angeles unterschreiben sollte, nachdem ich
zuvor in Boston in Flynns Büro gearbeitet hatte.

Ich erklärte, dass ich kein Papier unterschreiben könne, das von mir absolutes
Stillschweigen über meine 17-jährigen Erfahrungen mit Scientology verlangte und eine
Schadensersatzstrafe in Hohe von 50.000 $ enthielt für jede meiner diesbezüglichen
Äußerungen. Als Antwort darauf behauptete Flynn, dass die Bedingungen "nicht das
Papier wert seien, auf dem sie stünden". Er sagte mir: " Man kann seine verfassungs-
mäßigen Rechte nicht durch Vertrag veräußern; die Bedingungen sind nicht vollstreckbar."
Als ich den Einwand vorbrachte, dass das Papier mir in Zukunft weitere Problemen mit der
Scientology bescheren würde, sagte Flynn: "Ich werde für Sie da sein."

Flynn sagte, er sei die Prozesse leid, die Drohungen ihm und seiner Familie gegenüber,
und er wolle da raus, Scientology habe seine Ehe zerstört, die Gesundheit seiner Frau und
sein Leben. Er sagte, dass er und alle weiteren Rechtsberater als Teil der Regelung
vereinbart hätten, sich in Zukunft nicht mehr an Rechtsstreitigkeiten mit der Organisation
zu beteiligen. Er zeigte sich tief besorgt darüber, dass die Gerichte in diesem Land nicht in
der Lage sind, mit der Scientology und ihren Rechtsanwälten und deren verächtlichem
Missbrauch des Rechtssystems fertig zu werden. Er sagte mir, falls ich nicht unter-
schreiben sollte, hätte ich weitere Jahre der "Fair Game"- Schikanen und des Elends zu
erwarten.

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Flynn sagte mir, dass die Vereinbarung insgesamt der Scientology- Organisation die
gewünschte Gelegenheit zur Änderung ihrer aggressiven Haltung and ihres Verhaltens
geben sollte, indem die Bedrohung, die er und seine Klienten für sie darstellten, beseitigt
würde. Er sagte, Scientology habe versprochen, mit der "Fair Game"-Aktion aufzuhören,
und für ihn und alle seine Klienten hinge es von meiner Unterschrift ab, ob "Fair Game"
gegen sie eingestellt werde. Aufgrund von Flynns Ausführungen, die anstößigen
Bedingungen seien nicht das Papier wert auf dem sie stünden, und um ein Ende von "fair
game" für Flynn, seine Familie, seine anderen Klienten und mich selbst herbeizuführen,
unterzeichnete ich das Scientology-Dokument.

Obwohl ich Frieden wollte und nichts tat, um Scientology zu verä rgern, dachte die
Organisation gar nicht daran, die "Fair Game"-Attacken auf mich oder sonst jemanden
einzustellen. Unmittelbar im Anschluss an die Vereinbarung übergab Scientology schwarze
Propagandaunterlagen über mich an die Los Angeles Times. Im Laufe der nächsten drei
Jahre und bevor ich irgendwie reagiert hatte, startete Scientology folgende Angriffe:
- Weitergabe schwarzer Propaganda an verschiedene Medienvertreter;
- Veröffentlichung ihrer eigenen falschen und verleumderischen Beschreibungen
meiner Erfahrungen mit der Scientology;
- Verbreitung einer bearbeiteten und ehrenrührigen Version des illegalen
Videobands, das sie von mir gemacht hatte, an die Medien;
- Verbreitung meiner eigenen Papiere, die in meinem Fall versiegelt worden waren;
- Einreichung eidesstattlicher Erklärungen über mich in einer Zivilklage in England,
in der ich zu Unrecht beschuldigt wurde, gegen gerichtliche Entscheidungen
verstoßen zu haben und ein anerkannter Agent provocateur der US- Regierung zu
sein;
- Androhung einer Klage gegen mich, falls ich auch nur mit Anwälten in der
Angelegenheit sprechen sollte, in der die falschen Beschuldigungen gegen mich
erhoben wurden;
- es wurde damit gedroht, ein privates Schriftstück von mir aufzudecken, falls ich die
Scientology nicht in ihren Bemühungen unterstützen wurde zu verhindern, dass eine
dritte Prozesspartei Einsicht in meine Akten beim obersten Gericht in Los Angeles
erhält;
- Androhung einer Klage gegen mich, falls ich aussagen würde, und dies sogar
nachdem mir eine Zwangsvorladung zur eidlichen Zeugenaussage zugestellt
worden war.

Im Herbst des Jahres 1989, nach Zustellung der Zwangsvorladung zur Aussage im Fall
Bent Corydon gegen Scientology, erhielt ich einige Anrufe von Scientology's Anwalt
Lawrence Heller, die bedrohlich und beunruhigend waren. Heller drohte damit, dass ich
verklagt werden könnte, wenn ich über meine Erfahrungen aussagen würde, selbst wenn
ich eine Zwangsvorladung erhalten hätte, und dass ich mich weigern sollte, die Fragen für
die Zeugenaussage zu beantworten.

Infolge von Hellers Drohungen und Scientology's weiteren "Fair Game"-Maßnahmen nach
Unterzeichnung der Vereinbarung kam ich zu der Schlussfolgerung, dass die Vereinbarung
zur Beilegung der Streitigkeiten und die Bemühungen der Organisation um ihre
Durchsetzung dazu dienten, die Justiz zu behindern, und dass ich, falls ich mich durch die
Drohungen einschüchtern ließe, dieser Behinderung Vorschub leisten würde. Ich konnte
folglich eine Konfrontation mit Scientology nicht vermeiden und ging deshalb dazu über,
mich selbst zu verteidigen und zu versuchen, das durch die Vereinbarung und ihren
Missbrauch geschaffene Unrecht zu korrigieren.

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Seitdem haben sich viele Menschen, die sich als Opfer der Diffamierungen durch die
Scientology sehen, an mich gewandt mit der Bitte um Unterstützung bei ihren
Bemühungen um Wiedergutmachung oder bei ihrer eigenen Verteidigung. Ich bin zu der
Überzeugung gelangt, dass allen Menschen das von Gott verliehene Recht zusteht, ihren
Mitmenschen zu helfen, und dass dieses Recht nicht per " Vertrag" zwischen den
Menschen aufgehoben werden kann. Auch bin ich zu der Einsicht gelangt, dass das Recht
einer Person, sich an einer öffentlichen Streitfrage und erst recht an einer sie seibst
betreffenden Streitfrage zu beteiligen, nicht "vertraglich" abgeschafft werden kann und darf.

Im Fall Scientology gegen Armstrong, Fall Nr. 157680 des obersten Gerichts von Marin
County, wurden der Organisation durch Urteil im abgekürzten Verfahren 300.000 $
pauschalierter Schadensersatz zugesprochen, 320.000 $ an Kosten und ein ständiges
gerichtliches Verbot, auf Grund dessen es mir untersagt wurde, über die Scientology oder
Scientologen zu diskutieren bzw. den Opfern der Scientology oder den Zielscheiben von
"Fair Game" in irgendeiner Weise beizustehen. Dieses Urteil ist fragwürdig, da der Richter
u.a. die im Ersten Zusatzartikel niedergelegten Punkte die Religion und ihren Schutz
betreffend völlig ignorierte und sich weigerte sie zu berü cksichtigen.

Der Richter legte fest, dass die Scientology-Organisation über mich behaupten kann was
sie will, unabhängig davon wie falsch, abscheulich oder verleumderisch es ist, und dass ich
in keiner Weise zu meiner Verteidigung darauf reagieren darf. Um zu dieser Schluss-
folgerung zu gelangen, wurde von ihm auch eine beeidigte Erklärung des Scientology-
Anwalts Heller ignoriert, die besagt, dass die Organisation, die nach der "Vereinbarung"
falsche Behauptungen über mich veröffentlicht hatte, ebenfalls durch die Bedingungen der
"Vereinbarung" gebunden war, die beide Seiten zum Schweigen verpflichtete. Heller hatte
die Erklärung im Rechtsstreit Corydon zu den Akten eingereicht, um so zu verhindern, dass
meine eidliche Aussage weitergegeben würde.

Ich hatte mich nie damit einverstanden erklärt, zum wehrlosen Punchingball der
Scientology zu werden. Ich glaube, dass ein amerikanisches Gerichtsurteil, das jemanden
dazu bestimmt, sich zum Punchingball zu machen, obendrein zum Punchingball einer
bekanntermaßen beleidigenden und gefährlichen Organisation wie Scientology, selbst
beleidigend und gefährlich ist und obendrein rechtswidrig. Dass die Scientology die US-
amerikanischen Gerichte benutzt, um ein solches Urteil und einen unrechtmäßigen Vorteil
zu erlangen, ist bezeichnend für ihre antisozialen Ziele und ihre Missachtung von
Grundrechten und elementarem Rechtsempfinden.

Die Politik und Praxis der Scientology, die darin besteht, die vorsitzenden Richter bei ihren
Prozessen anzugreifen und bloßzustellen, ist weithin bekannt. (S.z.B. den Artikel in The
American Lawyer vom Dezember 1980 "Scientology's War Against Judges".) Dieser
Artikel, der sich auf das Strafverfahren gegen elf Mitarbeiter in Scientology's Nach-
richtendienst konzentrierte im Zusammenhang mit deren Einbrüchen in US- Bundes-
behörden und dem Diebstahl von Regierungsdokumenten, legte dar, dass Scientology's

"Strategie auf einen totalen Krieg gegen die Richter an den Bezirksgerichten
des District of Columbia hinausläuft, einen Krieg, der sehr viel raffinierter,
besser finanziert und erfolgreicher ist als die absonderlichen Taktiken einiger
anderer Gruppen gegen ihre Gegner vor Gericht, wie z.B. Synanons
Mordversuch an einem gegnerischen Rechtsberater, in dessen Briefkasten
eine Klapperschlange gelegt worden war."

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Dieser totale Krieg dauert bis zum heutigen Tag an und macht jede von Scientology
erreichte juristische Entscheidung fragwürdig, einschließlich der Steuerbefreiung, die ihr
1993 vom amerikanischen Bundesfinanzamt gewährt wurde.

Als Scientology mich nach der "Vereinbarung" verklagt hatte, erfuhr ich von Michael Flynn,
dass er einen "Vertrag" mit Scientology unterschrieben hatte, der ihn daran hinderte, mich
bei meiner Verteidigung zu unterstützen. Sein Versprechen, für mich da zu sein, hatte mich
nur zur Unterschrift bewegen sollen, damit die "Fair Game"- Kampagne gegen ihn
eingestellt würde. Während des gesamten Rechtsstreits nach der "Vereinbarung" hat
Flynn, der zwar zugab, dass sein mit Scientology geschlossener Vertrag rechtswidrig und
nicht vollstreckbar sei, meine Bitten abgeschlagen, an die Öffentlichkeit zu treten und zu
sagen, dass er Angst habe, sein Leben werde aufs Neue durch "Fair Game"-Attacken
ruiniert. Auch dies zeigt die weiterhin verfolgten antisozialen Ziele und den ständigen
Rechtsmissbrauch der Organisation.

Anfang des Jahres erhielt ich eine Zwangsvorladung zur Vorlage von Dokumenten durch
Grady Ward im Fall Scientology gegen Ward, USDC Northern District of California. Ward
wird beschuldigt, einige von Scientology's "geheimen Schriften" ins Internet gestellt zu
haben. Nach Erhalt der Zwangsvorladung bekam ich ein Schreiben von einem
Rechtsanwalt der Scientology mit Drohungen für den Fall, dass ich die geforderten
Dokumente vorlegen würde. Ich informierte daher den vorsitzenden Richter im Fall Ward
über die Drohung. Scientology ist es dann gelungen, wegen der Benachrichtigung des
Bundesrichters einen Missachtungsbeschluss gegen mich zu erwirken, der mir eine
Gefängnis- und eine Geldstrafe auferlegte.

Ebenfalls Anfang des Jahres stellte ich fest, dass die Scientology ihrem Antrag mit
Formular 1023 an das amerikanische Bundesfinanzamt von 1991, auf Grund dessen sie die
Steuerbefreiung erhielt, vier Seiten über mich beigefügt hatte mit derselben schwarzen
Propaganda, die die Organisation auch an die Medien und die Ö ffentlichkeit gibt. Die
schriftlichen Antworten der Scientology auf die Fragen des Finanzamts bezüglich meiner
Rechtsstreitigkeiten mit der Organisation sind sowohl sachlich wie auch in den
Schlussfolgerungen falsch. Scientology legte diese falschen Behauptungen dem
Finanzamt zu einem Zeitpunkt vor, als sie glaubte, mich durch ihren Knebelvertrag zum
Schweigen gebracht zu haben, so dass ich folglich nicht in der Lage wäre zu reagieren und
die Lügen zu korrigieren. Ich habe Scientology gebeten, die dem Finanzamt vorgelegten
Lügen zu korrigieren, und sie hat sich geweigert.

Die Steuerbefreiung der Scientology durch das amerikanische Bundesfinanzamt beruht auf Lügen, nicht
nur über mich, sondern auch über andere Personen sowie ü ber die Praktiken und
Absichten der Organisation. Das Bundesfinanzamt hat seine Pflicht vernachlässigt,
Nachforschungen über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der durch Scientology vorgelegten
Papiere anzustellen. Die Vereinigten Staaten haben ihre Pflichten vernachlässigt, indem
sie der Scientology Steuerbefreiung gewährt,sie geschützt und in ihrer gesamten
Zielsetzung unterstützt haben. Indem sie sich der Argumentation der Scientology
anschließen, haben die USA den Bürgern den Rücken zugekehrt, die der Organisation
zum Opfer fielen und die in Wirklichkeit diejenigen sind, die von den USA geschützt und
unterstützt werden sollten. Als mir klar wurde, dass die Führer der Scientology der
Meinung waren, ihre Steuerbefreiungsmilliarden hingen davon ab, dass ich zum
Schweigen gebracht würde, und dass die Gerichte und die Regierung der USA eine
unheilige Allianz mit der Organisation eingegangen waren, reiste ich nach Kanada aus.

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Scientology behauptet, eine Religion zu sein und beansprucht all die besonderen Vorteile,
die den Religionen durch die Verfassung gewährt werden. Sie behauptet, dass sie nur aus
religiösen Gründen ins Leben gerufen wurde und dass es sich bei ihren Grundsätzen und
ihren offiziellen Bekanntmachungen und sogar bei ihren Instruktionen zur nach
richtendienstlichen Ausbildung und ihrer "Fair Game"-Politik um "religiöse Schriften"
handelt. Ferner behauptet sie, dass die Menschen und Länder, die ihre antisozialen Ziele
und Praktiken und den von ihr betriebenen Missbrauch der Grundrechte bekä mpfen, sich
an "religiöser Verfolgung" beteiligen.

Selbstverständlich kann es dort keine Religionsfreiheit geben, wo es verboten ist, eine
Religion zu kritisieren, sie zu bekämpfen oder sie zu reformieren. Die USA wurden im
wesentlichen von Menschen gegründet, die vor "religiöser Verfolgung" fliehen mussten,
weil sie eine Religion bekämpft, kritisiert oder zu reformieren versucht hatten, eine
Religion, die die - häufig vom Staat verliehene - Macht hatte, sie zu verfolgen. Das
Bedürfnis ihrer Bürger, frei von religiöser Verfolgung zu leben, haben die Vereinigten
Staaten durch die im Ersten Zusatzartikel enthaltenen Klauseln über die
Religionsausübung und die Gründung von Religionsgemeinschaften anerkannt.

Das Verbot einer Staatsreligion wurde herkömmlicherweise immer so interpretiert, dass
keine Religion durch die Regierung bevorzugt oder stärker gefö rdert wird als irgendeine
andere Religion. Christentum und Christen, Buddhismus und Buddhisten, Scientology und
Scientologen sollen von der Regierung und allen ihr nachgeordneten Behö rden in jeder
Hinsicht gleich behandelt werden. Das gleiche gilt auch für Antichristen, Antibuddhisten
und Antiscientologen.

Mit ihren "Fair Game"-Attacken, ihrer schwarzen Propaganda, ihren Knebelverträgen und
aggressiven Prozessen versucht Scientology, Kritik zu unterdrücken und auszuschalten
wie auch alle Bemühungen um Widerstand oder Reformen. Aufgrund der Durchsetzung
dieser Knebelverträge durch US-amerikannische Gerichte wird der Staat notwendigerweise
in die Unterdrückung und Ausschaltung von Kritik durch these eine " Religion"
hineingezogen. Indem die Opposition gegen die Förderung und Etablierung der
Scientology aus dem Wege geräumt wird, trägt die richterliche Durchsetzung zu eben
dieser Förderung und Etablierung von Scientology bei. Solange der Staat nicht bereit ist,
auch im Falle jeder anderen Religion einzugreifen und deren Unterdrü ckung oder
Ausschaltung von Kritik zu unterstützen, handelt es sich bei der richterlichen Hilfe für die
Aktionen der Scientology um unzulässige, Begünstigung. Es ist für alle eine Tragödie, dass
die USA die schändlichste und religionsfeindlichste ihrer " Religionen" bevorzugt.

Es ist unvorstellbar, dass ein US-amerikanisches Gericht jemanden strafrechtlich verfolgt,
der unter welchen Umständen auch immer einen Vertrag unterzeichnet hat, mit dem er
sich dazu verpflicht, weder über Gott, Jesus Christus oder die Bibel noch über seine
Erfahrungen mit der christlichen Religion zu diskutieren, ebenso weinig ü ber Allah, den
Islam, Mohammed, den Koran, die Weden oder Krishna. Dies darf daher auch nicht auf
Betreiben der Scientology geschehen. Es ist undenkbar, dass eine christliche Kirche in den
Vereinigten Staaten das tun würde, was Scientology getan hat, um ihre Kritiker zum
Schweigen zu bringen. Aber selbst dem Christentum, das jedoch niemals jemanden in
eigener Sache zum Schweigen bringen würde, darf man nicht die Gelegenheit dazu bieten.
Deshalb dürfen die Bemühungen der Scientology, ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen
und eine Diskussion in eigener Sache zu verhindern, nicht durch die Gerichte unterstützt
werden.

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Mein Fall ist kein Einzelfall. Es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende von Scientologen und
Ex-Scientologen in den USA, die durch Verträge mit dieser Organisation zum Schweigen
verpflichtet sind. Schon allein aus diesem Grund kann und sollte man den Behauptungen
der Scientology-Sprecher keinen Glauben schenken. Diejenigen, die die Wahrheit sagen
würden, wurden durch "Verträge" und durch Drohungen zum Zittern und zum Schweigen
gebracht. Ich bin nur zufällig einer der wenigen, die sich entschlossen haben, trotz der
Drohungen und Angriffe mithilfe der Macht der amerikanischen Gerichte kein Blatt vor den
Mund zu nehmen. Mein Fall ist ein Testfall für alle Menschen, die von der Scientology zum
Schweigen verpflichtet wurden. Freiheit oder Fortdauer der Verfolgung? Fü r die vielen
ängstlichen, schweigenden Menschen wird dies von der Vorgehensweise, der Vereinigten
Staaten in meinem Fall abhängen.

Die von der Verfassung garantierte Religionsfreiheit ist in den USA zur Freiheit der
Religionsgemeinschaft und ihrer Führer geworden, die Religionsanhä nger wie auch ihre
Kritiker zu verfolgen. Dies ist eine Pervertierung der Freiheit, betrieben von cleveren
Rechtsanwalten, die von den Peinigern bezahlt werden. Das muss geä ndert werden, und
die wahre Religionsfreiheit muss wiederhergestellt werden. Die USA sind das einzige
westliche Land, in dem Menschen für die Erwähnung einer Religion - der Scientology - ins
Gefängnis kommen können. Sicherlich,wird in-Deutschiand niemand für die Erwähnung
einer Religion, und such nicht der Scientology, ins.Gefängnis geworfen.

Bevor Scientology oder auch jede andere Religion in den Genuss der Vorrechte kommt,
die der Status als Religion mit sich bringt, und bevor die Vereinigten Staaten für ihre Sache
eintreten, müssen zumindest die folgenden Dinge geregelt und umgesetzt werden:

1. Jedem Mitglied einer Religionsgemeinschaft muss es frei stehen jederzeit
auszutreten, ohne für diesen Entschluss verfolgt zu werden oder - fü r welche
Zeitspanne auch immer - zurückgehalten zu werden;

2. Jedem Mitglied einer Religionsgemeinschaft muss es frei stehen, sich mündlich
oder schriftlich frei zu äußern über seine Erfahrungen innerhalb dieser Religions-
gemeinschaft, ohne deshalb verfolgt zu werden;

3. Scientology muss Schritte unternehmen, um nachweisbar zu garantieren, dass
die Praxis der Informationsweitergabe zum Schaden der Menschen, die diese
Informationen während ihrer Bindung an die Organisation preisgegeben haben, für
alle Zeit eingestellt wird;

4. Scientology muss ihre Rehabilitation Project Forces (RPF) in Über-
einstimmung mit den Grundrechten reformieren oder aber sie abschaffen.

Ich danke Ihnen für these Gelegenheit, meinen Standpunkt darzulegen. Ich bete darum,
dass wir das Richtige tun.

Gerry Armstrong,

[veraltete Adresse und Telefonnummer]

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