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Subject: Re: Begrüßung zum dritten Leipziger
Menschenrechtspreis von Solveig Prass
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Date: Fri, 21 Jun 2002 01:02:54 GMT
"Tilman Hausherr" <tilman@berlin.snafu.de> wrote in message
news:ksj4hucrcvlgdm0ktk4bmtl1ei4ki1ccjo@4ax.com...
> http://www.leipzig-award.org/deutsch/preisverleihung_2002.htm
> Begrüßung zum dritten Leipziger Menschenrechtspreis
>
> Von Solveig Prass
>
> Sehr verehrter Herr Minister Alain Vivien,
> Sehr verehrte Madam Vivien-Casano,
> Sehr verehrter Herr Minister Beckstein,
>
> sehr geehrte Damen und Herren,
>
> besonders möchte ich an dieser Stelle Herrn Graham Berry, der aus den
> USA zur Preisverleihung gekommen ist, begrüßen. Er war für
viele
> Scientologyopfer Rechtsanwalt und wurde selbst zum Ziel von
> existenzvernichtenden Scientology-Angriffen.
Da ist der Beweis, Berry macht Opfer Propaganda, obwohl es ordentliche
Gerichte waren, die ihn verknackt haben, versucht er es Scietology in die
Schuhe zu schieben.
Und Tilman verheimlicht diese Informationen.
>
> Auch möchte ich ganz ausdrücklich unser Komiteemitglied Gerry Armstrong
> aus Kanada begrüßen. Er ist von Scientology frisch verklagt auf
10
> Millionen Dollar - Grund: Man will ihn mundtot machen. Er soll nicht
> weiter über seine Erfahrungen mit Scientology berichten.
Er soll nicht weiter ungestraft Lügen. Da ist es bequem zu verheimlichen,
daß er in Kalifornien mit Haftbefehl gesucht ist.
>
> Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,
>
> ich begrüße Sie in Leipzig im Namen des "Europäisch-
Amerikanischen
> Bürgerkomitees Komitees für Menschenrechte und Religionsfreiheit
in den
> USA", das sie zu dieser Preisverleihung eingeladen hat
und ausser dem kümmerlichen Komitee mit dem absurden Namen noch weitere
10
arme Seelen nach Leipzig gelockt hat.
>
> Zugleich begrüße ich Sie aber auch im Namen aller Leipziger Bürger,
die
> 1989 ein totalitäres Politsystem zum Einsturz brachten und die sich
auch
> heute gegen jede Art von Totalitarismus stellen..
Das ist eine freche Anmaßung, der ich nun auch im Namen aller Leipziger
Bürger aufs schärfste widersprechen muss.
>
> Deshalb begrüße ich Sie heute auch im Namen des Pfarrers der
> Nikolaikirche, Christian Führer. Er ist der Pfarrer der Kirche, deren
> Bild unseren Preis Jahr für Jahr schmückt. Denn die Nikolaikirche
von
> Pfarrer Christian Führer ist nicht nur ein Leipziger Wahrzeichen: Sie
> ist weltweit ein Symbol geworden für Demokratie und Menschenrechte.
>
> Eigentlich war er als Redner zur Begrüßung angefragt - denn wer
sonst
> als er, der mit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche ein totalitäres
> System zum wanken brachte, Menschen Mut gab sich gegen Totalitarismus zu
> wehren und die friedliche Demonstration 1989 mit anführte, könnte
im
> Namen der Bürger der Stadt Leipzig sprechen. Er ist er in diesem Jahr
> wegen einer Hochzeit in der eigenen Familie verhindert, und so darf ich
> Sie heute herzlich grüßen von ihm.
Die Ausreden, die sich die Leute einfallen lassen werden ja immer "besser",
Hochzeit, Afrikareise, ...
>
> Ich freue mich, dass dieser Menschenrechtspreis in meiner Heimatstadt an
> einen französischen Bürger vergeben wird. Denn die Bürger
der Stadt
> Leipzig sind die Ersten unter dem DDR-Regime gewesen, welche die
> Erfüllung der Menschenrechte und eine tatsächliche Demokratie forderten
> und mit einer friedlichen Revolution erzwangen. Leipzig zeigt Courage,
> zeigt Gesicht gegen antidemokratische und totalitäre Gruppen - wie erst
> vor kurzem, als Nazistiefel durch unsere schöne Stadt marschieren
> wollten. Ich freue mich sehr, sehr verehrter Herr Minister Vivien, dass
> Sie unsere Ehrung bewusst in diesem politischen Kontext annehmen. Ihr
> Engagement zeigt, dass die Frage des neuen Totalitarismus keine Frage
> der Parteipolitik sein muss und sein darf. Wir müssen und wir können
bei
> der Verteidigung unserer gemeinsamen Werte auf europäischer und
> internationaler Ebene zusammenarbeiten. Auch dafür wollen wir Ihnen
mit
> unserem Menschenrechtspreis danken.
"Unglücksraben-Preis" wäre eine bessere Bezeichnung.
>
> Sehr verehrter Herr Staatsminister Dr. Beckstein wir freuen uns, dass
> Sie als einer der bekanntesten CSU- Politiker bereit sind, die Laudatio
> für einen französischen, sozialistischen Politiker zu übernehmen.
Sie
> haben sich freundlicherweise von Herrn Minister Dr. Blüm, unserem
> vorjährigen Preisträger, dazu gewinnen lassen, Herrn Minister Vivien
> heute die Ehre zu geben.
Der musste ja ganz dringend noch Afrika, oder wie war das. :-))
>
> Genau wie Herr Minister Vivien arbeiten Sie für die Werte und Würde
der
> Menschen partei- und länderübergreifend. Auch Ihnen ist ja das
Problem
> Scientology genauso bekannt wie Herrn Minister Vivien. Ganz Ähnlich
wie
> Minister Vivien für Frankreich eine gesetzliche Regelung zum Schutz
vor
> Psychomanipulation geschaffen hat, haben sie schon 1997 in einem Beitrag
> in der Fachzeitschrift "Berliner Dialog" hervorgehoben, dass wir
eine
> gesetzliche Regelung für Dienstleistungen auf dem Gebiet der
> gewerblichen Lebenshilfe benötigen.
>
> Sie schrieben in diesem Beitrag 1997 [BD 2/97, S. 27]:
>
> "Wie das Beispiel Scientology zeigt, ist es notwendig, die
> Hilfesuchenden durch entsprechende gesetzliche Regelungen vor
> Manipulation, Missachtung ihres Selbstbestimmungsrechts und vor
> finanzieller Ausbeutung schützen."
>
> Staatlicher Schutz und Hilfe sowie gesetzliche Regelungen sind ein
> wichtiger Teil, aber die Herausforderungen sind noch grundsätzlicher.
>
> Wir wollen die Freiheit des Einzelnen, aber auch die Gesellschaft im
> Ganzen vor Gefahren eines neuen Totalitarismus schützen, der diesmal
> nicht politisch, sonder scheinbar religiös daherkommt. Wir freuen uns
> über jeden engagierten Politiker wie sie Beide, meine Herren, sowie
über
> jede Bürgerin und jeden Bürger, der in dieser Auseinandersetzung
Flagge
> zeigt.
>
> Die Bürger der Stadt Leipzig sind, wie die große Mehrheit in Europa
und
> Amerika tolerant. Tolerant gegenüber den verschiedensten Religionen
und
> politischen Strömungen - aber wir alle horchen auf, ja wir sind
> alarmiert, wenn Intoleranz und Totalitarismus von politischen Gruppen,
> Sekten oder Kulten als Ziele proklamiert werden.
>
> Wir wissen heute, dass es tatsächlich neuartige totalitäre,
> menschenverachtende Systeme wie die Scientology-Organisation gibt und
> haben deshalb eine Hochachtung vor jedem Menschen, der diesen
> entschieden entgegen tritt.
>
> Und es ist nicht einfach, der Scientology-Organisation entgegen zu
> treten.
>
> Sie Herr Minister Dr. Beckstein schrieben damals:
>
> "Kritiker werden von der Organisation als unterdrückerische, antisoziale
> und geisteskranke Personen bezeichnet,
für "Kritiker" ist das nicht schrecklich unzutreffend.
> Kriminellen gleichgestellt,
Sehr oft sind Kriminelle Taten nachgewiesen worden, Minton, Dandar, ....
> verfolgt und bedroht."
Belege, Belege, Belege.
>
> Die Bürgerinnen und Bürger in Europa verlangen auch nach Politikern,
die
> sich nicht hinter ihrem Amt verstecken - sondern Zivilcourage beweisen.
> Dafür bekunden wir ihnen beiden unseren größten Respekt.
Deswegen ist er lieber zuückgetreten, als aus dem Amt gejagt zu werden.
>
> Wer den Willen, den Mut und die Toleranz hat, in einer Demokratie mit
> Rechten für alle Menschen zu leben - der sollte auch den Mut haben,
> gegen Intoleranz, Verachtung der Menschenwürde und Totalitarismus
> Gesicht zu zeigen, Courage zu beweisen.
Das ist genau der Grund, warum ich gegen die Scientologyhasser aktiv bin.
>
> Das ist eine Lehre, die uns hier in Leipzig, hier im unmittelbaren
> Umkreis der Nikolai-Kirche, sehr präsent ist.
>
> Ich bin stolz das der Menschenrechtspreis des Europäisch -
> Amerikanischen Bürgerkomitees zur Wahrung der Menschenrechte und der
> Religionsfreiheit in den USA heute hier in dieser Stadt verliehen wird.
Man kann sich darüber streiten, ob der Name des Komitees oder die
Bezeichnung des "Preises" mehr irreführend sind.
>
> Eine ganz besondere Freude für das Komitee und uns alle hier ist es,
> dass gerade rechtzeitig zu unserem Leipziger Festakt, am Donnerstag, den
> 9.Mai 2002 nach sage und schreibe 22 Jahren gerichtlicher
> Auseinandersetzung in Kalifornien Lawrence (Larry) Wollersheim endlich
> seinen Schadensersatzprozess gewonnen hat.
Ihr denkt ihr bekommt Kohle. Hah, fragt Tilman, wieviel davon bleibt. der
sollte es eigentlich jetzt in Erfahrung gebracht haben.
>
> Larry hatte Scientology 1980 verklagt, wegen psychischer Manipulation,
> die ihn fast in den Selbstmord getrieben hätte. Obwohl Larry die
> Prozesse bis zum obersten Gerichtshof gewann, versuchte Scientology
> immer wieder mit neuen Prozessen und Tricks, ihm den Sieg zu stehlen.
> Vorgestern nun endlich lieferten die Scientology- Anwälte einen Scheck
> über 8,7 Millionen Dollar ab, um weitere Hearings und Zeugenaussagen
zu
> verhindern.
So ein Quatsch, seit Jahren wollte man ihm das Geld geben. Er hat mit dem
Schwindeltrick einmal erfolg gehabt. Das war schade.
>
> Unsere Arbeit zum Thema Sekten, Kulte, Psychogruppen und totalitäre
> Systeme lässt aber nicht diejenigen vergessen, die bereits Opfer der
> Rücksichtslosigkeit der Kulte geworden sind.
Ja, die Liste der Opfer der Kritikersekte bei den richtigen internationalen
Menschenrechtsorganisationen (im Gegensatz zu den angeblichen, wie dieses
Komitee es verkörpert) ist leider ellenlang.
>
> * Wir denken in dieser Stunde an die Menschen, die von Psychokulten
> gequält und ausgepresst werden.
Die Toten, Gefolterten und Ermordeten, der diversen Inquisitionen der
Amtskirchen.
> * Wir denken an die Menschen, die durch Psychokulte beleidigt, bedrückt
> und erpresst werden.
Gibt es da eine Liste oder so etwas, auf der sich Leute eintragen, oder sind
das nur Sprüche?
> * Wir denken an die Menschen, die durch Psychokulte zu Opfern des
> systematischen Rufmordes werden und mundtot gemacht werden.
200 Familien mußten wegen der Lügen und Verleumdungen der Kritikersekte
in
die USA übersiedeln.
>
> Heute, an diesem Tag wäre der Bruder von Frau Wenzelburger-Mack, der
> Vorsitzenden der Eltern- und Betroffeneninitiative in
> Baden-Württemberg, mit der wir freundschaftlich verbunden sind, 54 Jahre
> alt geworden. Er war Mitglied bei Scientology und wusste keinen anderen
> Weg des Ausstiegs, als den Freitod zu wählen.
Auch gedenken wir den jährlich tausenden Menschen die Mitglieder der
Amtskirchen waren und die keinen anderen Ausweg mehr sahen, als den Freitod
zu wählen.
>
> Stellvertretend für viele andere Opfer erinnere ich auch
>
> * an die 17 Tage langen Qualen der anschließend verstorbenen
> Amerikanerin Lisa McPherson,
Die nach dem abschließend Gutachten des Gerichtsmediziners Unfall als
Zodesursache auswies.
> * an den Tod von Konrad Aigner und den finanzielle Ruin seiner Familie,
Die Scientologykirche hat meines Wissens den Angehörigen geholfen.
Wieviel Hilfe haben die von der Kritikersekte bekommen?
Bitte mal auflisten.
Wie ich neulich mal zu Spenden aufgerufen habe, hat nicht einer beitragen
wollen.
> * an den tragischen Tod des Franzosen Patrice Vic.
>
>
> Ich bitte Sie, für diese und allen anderen ungenannten Opfer des
> modernen Totalitarismus sich für eine Minute des stillen Gedenkens von
> den Plätzen zu erheben.
Ungenannt sind die "Opfer", weil es die gar nicht gibt und das nur
eine
Erfindung dieser Leute ist um Steuergelder zu ergaunern.
>
> [Gedenkminute]
>
> Ich danke Ihnen.
>
> Ich bedanke mich noch einmal für Ihr Engagement, Ihre Unterstützung
und
> Ihr Kommen und heiße Sie in Leipzig herzlich willkommen.
>
Wieviele der Anwesenden haben ein Staatsanwaltschaftliches
Ermittlungsverfahren gegen sich laufen. Wieviele waren Rechtskräftig
verurteilt und wieviele werden irgendwo in der Welt mit Haftbefehl gesucht?
80% oder 90%?
Da wäre ich doch vorsichtig, wen ich da in Leipzig begrüße,
so etwas ist
schlecht fürs Image.